Macht euch auf zu eurem Abenteuer!

1/24/20
GESCHRIEBEN VON: Nadja Thümling, Omnipod®Markenbotschafter
 

Dieser Inhalt ist eine #Werbung von Insulet, einem Sponsor von Beyond Type 1 auf Deutsch


 

Wenn Ich das Haus meiner Großeltern betrete, ist eines der ersten Dinge die ich sehe ein Bild von mir als Baby auf dem Schoß meines Opa an einem Strand in Kroatien. Soweit meine Erinnerungen gehen haben wir den Sommer immer in Ihrem Wohnmobil entweder in Kroatien, Ungarn oder Italien verbracht. Damals war ich noch ein gesundes und ziemlich abenteuerlustiges Kind. Ich habe in unseren Ferien immer neue Freunde gefunden und mit einigen von Ihnen bin ich heute noch in Kontakt.

Alles hat sich ein bisschen verändert als ich 2004 die Diagnose Typ 1 Diabetes bekommen hatte. Wir wussten, dass wir das Reisen nicht total aufgeben werden müssen, dennoch würde es härter werden. Damals haben sich noch meine Eltern um alles gekümmert wenn es in den Urlaub ging. Als ich älter wurde, war es meine Aufgabe für alles vorbereitet zu sein.

Eine Achterbahnfahrt

Die erste Reise mit meinem neuen Wegbegleiter ging in einem Freizeitpark im Süden von Deutschland, gerade mal zwei Tage nachdem ich aus dem Krankenhaus entlassen wurde. Ich kann mich noch daran erinnern, dass ich fast ausgerastet bin, als das Messgerät 177 mg/dl angezeigt hatte nach einer Fahrt auf der Achterbahn. Aber das hat mir eine wichtige Lektion gelernt: Unterschätze niemals die Auswirkung von Hormonen, in diesem Fall Adrenalin, auf den Blutzucker

Seither denke ich mir immer „Jetzt habe ich alles gesehen und erlebt“ und jede neue Reise überrascht mich mit neuen Herausforderungen.

Bevor ich mich in ein neues Land aufmache versuche ich immer bestmöglich vorbereitet zu sein. Das fängt für gewöhnlich bereits Tage oder sogar Wochen vorher an. Ich rechne mir aus wie viel Bedarf an Insulin, Pumpen und Glucose Sensoren ich brauche und nehme normalerweise das Doppelte mit. 

Außerdem gehe ich vorher nochmal zum Doktor und lasse mir neues Insulin aufschreiben. Man möchte auf keinen Fall in einem fremden Land mit schlecht gewordenen Insulin gestrandet sein. Des Weiteren bitte ich ihn mir ein neues Reiseattest auszustellen, auch wenn ich nicht mit dem Flieger reise. Die meisten Sehenswürdigkeiten haben heut zu tage Sicherheitschecks und ich möchte nicht mit einem Sicherheitsmitarbeiter vor dem Eifelturm streiten müssen oder an einem Rock Festival beschuldigt werden, dass ich Drogen einschmuggelt – ja das ist wirklich passiert.

Die erste Person am Flughafen

Mit dem Auto oder Wohnmobil zu reisen ist für mich immer einfacher, da ich dann meistens keine Platzprobleme habe. Wenn ich mit dem Flugzeug reise packe ich alle meine Diabetessachen in einen extra Koffer und checke diesen als Medizinisches Freigepäck ein, dieses kann mit mir in die Kabine. Außerdem bin ich immer die wahrscheinlich erste am Flughafen.

 Im September habe ich auch gemerkt, dass das die richtige Entscheidung ist, als ich in Manchester durch eine schier endlose Sicherheitskontrolle am Flughafen musste. Natürlich hatte ich damals ausnahmsweise kein Attest dabei, weil ich aus familiären Gründen relativ überstürzt zurück nach Deutschland musste für ein paar Tage.

Wenn meine Reisen mich in eine andere Zeitzone verschlagen, passe ich meine Basalrate an der Pumpe normaler Weise über mehrere Tage an. Als ich nach Florida gezogen bin, habe ich die Uhr in meiner Pumpe jeden Tag 2 Stunden über 3 Tage hinweg zurück gestellt. Meistens gegen Mittag. Trotzdem hatte ich anfänglich Probleme mit dem warmen Wetter in Florida zurecht zu kommen. Plötzlich habe ich viel weniger Insulin gebraucht. Ähnliche Erfahrungen habe ich schon in anderen Ländern mit warmen oder heißen Klima gemacht. Der Grund dahinter ist, dass sich bei hohen Temperaturen die Blutbahnen weiten und das Insulin besser zirkulieren kann. Dieser Effekt muss natürlich nicht jeden Diabetiker betreffen.

Diaversaries in Italien

Um zu einem Schluss zu kommen: Ich habe Geburtstage in Valencia, Spanien und Diaversaries in Italien verbracht. Ich habe Berlin im Sommer gesehen und war im Winter Ski fahren in den Österreichischen Bergen. Ich musste auf einem Roadtripp durch Vermont und New Hampshire alle 20 Minuten halten und die Toilette benutzen, weil meine Blutzuckerwerte viel zu hoch waren. Ich hatte einen Unterzucker auf einem Berg im Schwarzwald mit dem wunderschönsten Ausblick über das Tal. Ich habe eine Flasche Insulin zerbrochen in der ersten Woche nachdem ich nach Florida gezogen bin und nun sitze ich hier in diesem Augenblick in einem kleinen Café mit einem atemberaubenden Ausblick auf den See bei 27C im Januar, während ich zuschaue wie mein Blutzucker langsam steigt, weil ich wie immer vergessen habe für die Milch in meinem Cappuccino zu bolusen.

Der Punkt ist Diabetes wird immer eine Herausforderung sein aber wenn ich die Entscheidung habe dann bekomme ich lieber einen Unterzucker an einem wunderschönen Ort in einem fremden Land als zuhause auf der Couch. Also auf! Bucht euch einfach das Flugticket und macht euch auf zu eurem Abenteuer!

 


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Nadja Thümling, Omnipod®Markenbotschafter

Für Nadja war Diabetes nichts neues als sie im Alter von 10 Jahren mit Typ 1 diagnostiziert wurde. Ihre Mutter hatte bereits dieselbe Diagnose erhalten und half ihr am Anfang sich an ihr neues Leben anzupassen. Acht Jahre später wurde auch bei ihrem jüngeren Bruder Typ 1 Diabetes festgestellt. Viele Jahre lang hat Nadja sich mehrfach am Tag Insulin gespritzt, weil sie sich mit einer herkömmlichen Schlauchpumpe nicht anfreunden konnte. Als sie Anfang 20 war, hörte Nadja vom Omnipod® System um wollte dieses unbedingt testen. Heute wird Nadja von Insulet als Omnipod®-Botschafterin gesponsert.  Sie reist viel und macht dabei fantastische Fotos und bloggt über ihre Abenteuer auf www.sugarcoated-diabetes.com. Hier erzählt euch Nadja über ihre Leidenschaft für das Reisen und gibt euch Tipps für ein erfolgreiches Globetrotten.